Ebentaler Hof - Ponyland Rüdesheim am Rhein
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Heimat-Zeitung 2002


In den Ferien raus in die Natur
Ebentaler Hof - Freizeitparadies im Rheingau

Im Ponyland Ebental dürfen die Gäste die Zügel selbst in die Hand nehmen. Die Ponys führen ihre Begleiter durch Wald und Wiesen des Ebentals. Dabei genießen die Besucher einen herrlichen Ausblick auf Taunus- und Hunsrückhöhen.

Der Eintritt zu den Ponys samt Streichelzoo mit Kaninchen, Schweinchen, Ziegen und Mulis ist frei. Aber den meisten Pferdenarren reicht bloßes Anschauen und streicheln nicht.

Siegfried Bender, auf dem Hof geboren und groß geworden, verkauft Billetts für Ponyreiten, Sulky-Touren oder Planwagenfahrten. Auch ein Packen Möhren kann man bei ihm erstehen. An ruhigen Tagen schwelgt er in der Erinnerung, wie alles begann. Vor 50 Jahren, als der Tourismus am Rhein in Gang kam, entschied man auf dem Hof, neben Hühnern, Kühen und Schweinen auch Ponys aufzuziehen. Eine Attraktion im Hinterland der Drosselgasse und des Niederwald-Denkmals entstand! Die ersten Zelt- und Fahrradtouristen bevölkerten rasch das Gerlände und mit den bekannten Immenhof-Filmen kam es zum Hochbetrieb an Wochenenden, denn jedes Kind wollte auch mal Pony reiten. Heute hat der Ebentaler Hof etwa vier Dutzend Ponys und Maultiere. Für Ausritte und Sulkyfahrten steht ein rund zwei Kilometer langer, idyllisch gelegener Rundweg zur Verfügung. Auch Pferdeunerfahrene können sich getrost ein Pony oder Kleinpferd ausleihen. Die Tiere kennen ihren Weg. Attraktion bei den Kleinen sind die Ausritte mit den Ponys auf jeden Fall. Reiter ohne Erfahrung müssen allerdings von einer Begleitperson geführt werden. Sollte sich kein Opfer finden, ist das kein Problem. Im Familiengespann aus Sulky und Pony im Schlepptau kann die Fahrt selbst von unerfahrenen Naturliebhabern bewältigt werden.

Mit dem Billet in der Hand steht die kleine Carolin vor dem Stallburschen. Sie weiß genau, welches Pony sie reiten möchte. "Die Sissi war beim letzten mal so faul. Ich möchte lieber den Wichy reiten", erklärt sie. Leider ist das gewünschte Pony krank. Aber Ersatz ist schnell gefunden. Aufsitzen und los geht's. Mama führt das Tier zum Rundweg, Papa spaziert nebenher. Schon kommt die erste Hürde. "Rawena" bockt beim Anblick des Weges vor Ihren Nüstern. Sie will keinen Schritt vorwärts gehen. Gut zureden hilft nicht. Lediglich ein sanfter Schlaf auf den Ponypo und die Hacken der kleinen Reiterin in die Flanken überzeugen das kleine Pferd, einen Huf vor den anderen zu setzen. Mama und Tochter haben gesiegt. Das Pony ergibt sich seinem Schicksal. Auf dem Weg begegnet die kleine Gruppe einem genervten Papa, der lautstark mit einem Kleinpferd kämpft. Der Sohnemann hoch zu Ross ist machtlos. Der Pferd stemmt alle Viere in den Waldboden und weigert sich, auch nur einen Schritt weiter zu machen. Gutes Zureden hilft nicht. Rettung aus dem Stall ist nicht in Sicht. "Rawena" hat heute einen guten Tag und übersieht das gute Beispiel. Sie trabt sogar am Hindernis vorbei. Auf dem höchsten Punkt das Weges hat man einen wundervollen Blick über die Hügel des Ebentals. Das Glück der Erde liegt eben doch auf dem Rücken der Pferde, auch wenn sie noch so klein sind.

Nach etwa 30 Minuten ist der Rundweg geschafft. Das Pony beschleunigt den Schritt, wohlwissend, dass die Box naht. Heu und Leckerbissen rufen das Pferd, Kaffee und Kuchen warten auf die Reiterin und ihre Begleitung. In der Gartenwirtschaft gibt es neben leckerem selbst gekelterten Apfelsaft auch herzhafte Küche. Schnitzel, Pommes und Salat bietet die Küche ebenso wie Süßes für Schleckermäuler. Nach der Stärkung geht es ab in Richtung Spielplatz. Was für ein Tag!

Kaum etwas das im Ponyland nicht möglich wäre. Neben Picknickwiese und Grillhütte steht auch ein Campingplatz zur Verfügung. Sogar das eigene Pferd kann mitgebracht werden. Lust auf eine Planwagenfahrt? Kein Problem. Der Hausherr kutschiert selbst. Ab einer Gruppe von zehn Personen kann es losgehen. Fahrten von einer halben Stunde bis zu zweieinhalb Stunden sind im Programm. Bei kleinen Gruppen ab vier Personen steht eine Gesellschaftskutsche zur Wahl. Spazierfahrten rund um das Ebental bietet das Ponyland seinen Gästen. Aber vorher anmelden nicht vergessen!

Für Geburtstagskinder hat der Ponyhof eine besondere Idee auf Lager. Kutschfahrt mit anschließendem Kakao- & Kuchen-Picknick gemeinsam mit allen Geburtstagsgästen. Sonnenschein lässt sich natürlich nicht vorbestellen. Wer Lust hat, den Rheingau auf Schusters Rappen zu erkunden darf im Ebentaler Hof auch übernachten. Es locken mittelalterliche Burgen und Klöster und romantische Winzerorte.

Wer die "Goldene Mitte von Rhein" aus der Vogelperspektive begutachten möchte, kann vom Heliport Ebentaler Hof Rundflüge über das Rheintal buchen. Der Helicopter wird von erfahrenen Berufspiloten zu verschiedenen Terminen geflogen und hat Platz für vier Passagiere.

Wem das alles noch nicht reicht, macht zum Abschluss noch einen Abstecher zum Niederwald-Dankmal und kehrt anschließend in der Drosselgasse ein.

Michaela Pfaefgen-Lass . Heimat-Zeitung

08.08.02



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